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Qualitätsstandards

Qualitätsstandards für Kinder- und Jugendbeteiligung

Die Qualitätsstandards für Kinder- und Jugendbeteiligung beschreiben anhand von 14 Kernprinzipien die Voraussetzungen, die wichtig sind, damit Kinder- und Jugendbeteiligung gelingt. Erarbeitet wurden sie im Rahmen des Nationalen Aktionsplans für ein kindergerechtes Deutschland.

Der Beteiligungscheck für Ihre Stadt!

Anhand von Qualitätsstandards lässt sich eine Selbsteinschätzung zur kommunalen Beteiligungskultur vornehmen. Die zugeordneten Kriterien geben Hinweise zu Stärken und Ansatzpunkten zur Weiterentwicklung. Klicken Sie die Kriterien an, die Sie erfüllen.

1. Beteiligung ist gewollt und wird unterstützt – eine Partizipationskultur entsteht.

  • Es liegt eine Konzeption zugrunde, die wichtige strategische Schritte und überprüfbare Ziele formuliert.
  • Es gibt eine Ansprechpartnerin bzw. einen Ansprechpartner für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen.
  • Es gibt verbindliche Regelungen zur Umsetzung.

2. Beteiligung ist für alle Kinder und Jugendlichen möglich.

  • Ort und Zeit der Angebote sind so gewählt, dass Kinder und Jugendliche sie gut nutzen können.
  • Die Beteiligungsmöglichkeiten sind leicht zugänglich und für Kinder und Jugendliche gut erreichbar.
  • Die Angebote berücksichtigen unterschiedliche Bedürfnisse je nach Alter, Geschlecht, Beeinträchtigung, sozialer und kultureller Herkunft sowie Bildungsstand.

3. Die Ziele und Entscheidungen sind transparent – von Anfang an.

  • Kinder und Jugendliche werden bei der Klärung der Ziele des Partizipationsvorhabens beteiligt.
  • Die Ziele sind nachvollziehbar und lassen Raum für ausreichende Offenheit im Beteiligungsprozess.
  • Die festgelegten Ziele werden regelmäßig überprüft und aktualisiert.

4. Es gibt Klarheit über Entscheidungsspielräume.

  • Kinder und Jugendliche sind sich bewusst, welche Rechte und Möglichkeiten der Einflussnahme sie in den Beteiligungsprozessen haben.

5. Die Informationen sind verständlich und die Kommunikation ist gleichberechtigt.

  • Es gibt umfassende und verständliche Informationen über Beteiligungsrechte und -angebote für Kinder und Jugendliche.
  • Die Kommunikation zwischen den Kindern und Jugendlichen und den Erwachsenen ist gleichberechtigt.
  • Wichtige Meilensteine und Ergebnisse werden an alle relevanten Akteurinnen und Akteure verständlich vermittelt.

6. Kinder und Jugendliche wählen für sie interessante Themen aus.

  • Kinder und Jugendliche wählen selbst ihre Themen aus.
  • In Beteiligungsverfahren werden Themen behandelt, die für Kinder und Jugendliche bedeutsam sind.

7. Die Methoden sind attraktiv und zielgruppenorientiert.

  • Die Methoden sind vielfältig, sprechen unterschiedliche Sinne an und dienen dazu, Kinder und Jugendliche zum aktiven Handeln anzuregen und zu befähigen.
  • Die Methoden sind so gewählt, dass sie dem Entwicklungs- und Bildungsstand der Zielgruppen entsprechen.

 

8. Es werden ausreichende Ressourcen für die Stärkung der Selbstorganisationsfähigkeit zur Verfügung gestellt.

  • Es werden ausreichende Personalressourcen bereitgestellt.
  • Es werden ausreichende Sach- und Finanzressourcen bereitgestellt.
  • Die Ressourcen dienen dazu, die Selbstorganisationsfähigkeit junger Menschen zu fördern.

9. Die Ergebnisse werden zeitnah umgesetzt.

  • Konkrete Ergebnisse werden zeitnah umgesetzt.
  • Misserfolge oder Veränderungen werden für die Beteiligten nachvollziehbar begründet.

10. Es werden Netzwerke für Beteiligung aufgebaut.

  • Es existiert ein aktives Netzwerk, das die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen fördert.
  • Die Koordination der Netzwerke ist sichergestellt.

11. Die Beteiligten werden für Partizipation qualifiziert

  • Kinder und Jugendliche werden durch gezielte Fortbildungsangebote unterstützt.
  • Ein Qualifizierungskonzept der Kommune stellt sicher, dass die haupt- und ehrenamtlichen Erwachsenen und die Jugendlichen über die nötigen Kompetenzen verfügen.

12. Partizipationsprozesse werden so gestaltet, dass sie persönlichen Zugewinn ermöglichen

  • Kinder und Jugendliche können ihre Kompetenzen erweitern.
  • Kinder und Jugendliche können neue Beziehungen zu Peers und Erwachsenen entwickeln.
  • Kinder und Jugendliche können ihr Engagement als sinnstiftend erfahren.

1. Beteiligung ist gewollt und wird unterstützt – eine Partizipationskultur entsteht.

  • Kinder und Jugendliche und andere Beteiligte werden für ihr Engagement öffentlich wertgeschätzt.
  • Die erworbenen Qualifikationen und Kompetenzen werden zertifiziert.

14. Partizipation wird evaluiert und dokumentiert

  • Die Qualifikation der Beteiligungsangebote wird durch eine Evaluation gesichert.
  • Die Dokumentation unterstützt die Weiterentwicklung.
  • Die Veröffentlichung von Ergebnissen trägt dazu bei, dass Beteiligung öffentlich wahrgenommen wird.

Download

Im Rahmen des Nationalen Aktionsplans „Für ein kindergerechtes Deutschland 2005 – 2010“ wurden allgemeine Qualitätsstandards für die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen entwickelt und als Broschüre vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend herausgegeben.